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Aktionen für eine Prozessinstanz

Im Process Explorer können laufende, fehlgeschlagene, abgebrochene oder abgeschlossene Instanzen gezielt weiterverarbeitet werden – ohne Umweg über den Prozess-Designer. Dieser Artikel erklärt, wann welche Aktion sinnvoll ist und welcher Unterschied zwischen den Standard- und den „mit Anpassung"-Varianten besteht.


Verfügbare Aktionen

Welche Aktionen angezeigt werden, hängt vom aktuellen Status der Instanz ab.

Aktion Sichtbar bei Status Wirkung
Abbrechen running Die laufende Instanz wird gestoppt.
Wiederholen failed, cancelled (mit Resume-Punkt) Die Instanz wird ab der fehlgeschlagenen Aktivität fortgesetzt.
Mit angepasster Nachricht fortsetzen failed, cancelled (mit Resume-Punkt) Wie „Wiederholen", aber die Eingabe-Nachricht der Aktivität kann vorher bearbeitet werden.
Mit nächster Aktivität fortfahren failed, cancelled (mit Resume-Punkt) Die abgebrochene Aktivität gilt als erledigt. Die Instanz läuft mit der nächsten Aktivität und einer geprüften Nachricht weiter.
Neu starten failed, cancelled, finished Es wird eine neue Instanz mit den ursprünglichen Startdaten erstellt. Die alte Instanz bleibt unverändert.
Mit angepasster Nachricht neu starten failed, cancelled, finished Wie „Neu starten", aber die Start-Nachricht kann vorher bearbeitet werden.

Wann welche Aktion?

Abbrechen

Eine laufende Instanz soll gestoppt werden – zum Beispiel weil sie auf eine externe Antwort wartet, die nicht mehr kommt.

Wiederholen

Ein Service Task ist mit einem temporären Fehler (z. B. Netzwerkproblem) abgebrochen. Die Daten passen weiterhin, der Schritt soll nur erneut ausgeführt werden.

Mit angepasster Nachricht fortsetzen

Ein Service Task ist gescheitert, weil die Eingabedaten falsch waren (z. B. fehlendes Feld, falscher Wert). Die Eingabe wird angepasst und die Instanz läuft mit den korrigierten Daten weiter.

Mit nächster Aktivität fortfahren

Die abgebrochene Aktivität soll nicht noch einmal laufen – zum Beispiel, weil die E-Mail schon verschickt wurde und der Fehler erst danach auftrat, oder weil der Schritt inzwischen von Hand erledigt wurde. Die Aktivität wird übersprungen, die Instanz macht mit der Aktivität danach weiter.

Vorher öffnet sich immer der Nachrichten-Editor. Die Nachricht ist der Stand, mit dem es weitergeht – also so, als wäre die Aktivität erfolgreich gewesen:

  • Ist von der Aktivität schon ein Ergebnis bekannt, ist es bereits eingetragen. Bei Mehrfachausführung steht dabei, wie viele Durchläufe erfolgreich waren, und deren Ergebnisse sind enthalten.
  • Sonst ist die Nachricht der Stand vor der Aktivität. Was die Aktivität geliefert hätte und später gebraucht wird, kann hier ergänzt werden.
  • Der Editor zeigt außerdem, wohin die Aktivität ihr Ergebnis schreibt und welche Speichervorgänge in Datenschemas dabei nicht ausgeführt werden.
  • Bei einer abgebrochenen Benutzeraufgabe gehören die Formulardaten in die Nachricht.

Folgt auf die Aktivität ein Gateway, entscheidet es anhand dieser Nachricht, wie es weitergeht. In der Aktivitätenliste erscheint die übersprungene Aktivität mit dem Status Übersprungen und der E-Mail-Adresse der Person unter „Übersprungen von“. Für Endereignisse und Aktivitäten ohne nachfolgenden Schritt wird die Aktion nicht angeboten.

Neu starten

Der ursprüngliche Lauf ist abgeschlossen oder fehlerhaft – die gesamte Verarbeitung soll mit den identischen Startdaten noch einmal von vorn ausgeführt werden. Sinnvoll z. B. zum erneuten Senden einer Bestätigungs-E-Mail.

Mit angepasster Nachricht neu starten

Wie „Neu starten", aber die ursprüngliche Start-Nachricht (das initiale JSON) kann vorher angepasst werden. Typischer Anwendungsfall: Ein abgeschlossener Prozess soll mit leicht veränderten Eingabedaten erneut durchlaufen werden.


Unterschied: Wiederholen vs. Neu starten

  • Wiederholen setzt dieselbe Instanz an der fehlgeschlagenen Stelle fort. Vorherige Schritte werden nicht erneut ausgeführt.
  • Mit nächster Aktivität fortfahren setzt dieselbe Instanz nach der fehlgeschlagenen Stelle fort. Die fehlgeschlagene Aktivität selbst läuft nicht noch einmal.
  • Neu starten erzeugt eine komplett neue Instanz mit eigener ID. Alle Schritte laufen von vorn.

Anpassbare Nachricht – was passiert technisch?

Bei den „mit Anpassung"-Varianten öffnet sich ein Editor, in dem die aktuelle Eingabe-Nachricht (JSON) bearbeitet werden kann.

  • Die ursprüngliche Nachricht bleibt erhalten (Audit-Trail).
  • Es wird eine neue Version der Nachricht abgelegt.
  • Die Instanz wird mit der neuen Version fortgesetzt bzw. neu gestartet.
  • In der Übersicht erscheint ein Hinweis-Symbol mit Bearbeiter und Zeitstempel.

So bleibt jederzeit nachvollziehbar, dass und wann eine Eingabe manuell verändert wurde.


Hinweis

Die Aktionen sind nur für berechtigte Benutzer sichtbar. Welche Rechte erforderlich sind, hängt von der Rollenkonfiguration des Mandanten ab.